På Dansk In English Auf Deutsch På Svenska  
  Über Tycho Brahe Über das Museum Besuch im museum Neues und Presse
ÜBER TYCHO BRAHE
lLeben Tycho Brahes
Fußspuren
Mythen
Familie
Sophie Brahe
Wissenschaftler
Ven und Tycho Brahe

Tycho Brahe – eine Präsentation

Am 14. Dezember 1546 wurde auf Schloss Knutstorps in Schonen, zu dieser Zeit dänische Provinz, Tycho Brahe geboren. Seine Eltern, Otto Brahe und Beate Bille, gehörten dem höchsten Adel Dänemarks an, mehrere seiner Verwandten standen dem König als Ratgeber zur Seite oder dienten als Heerführer. Der junge Brahe wurde von seinem Onkel väterlicherseits, Jörgen Brahe, und seiner Ehefrau, Inger Oxe, auf Schloss Tosterup. erzogen. Viel Zeit verbrachte er auch bei Verwandten im Herrevadskloster.


Mit dreizehn Jahren schlug Tycho Brahe eine Gelehrtenlaufbahn ein und wurde zu diesem Zweck an die Universität nach Kopenhagen geschickt, zum Studium der Philosophie und Rhetorik. Eine Sonnenfinsternis im Jahr 1560 weckte sein Interesse an der Astronomie und er begann sich in dieses Gebiet zu vertiefen. An den Universitäten Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel studierte er Juridik, Geistes- und Naturwissenschaften. In Leipzig begann er ohne Erlaubnis mit astronomischen Studien, nach den ersten Erfolgen wurde ihm dies jedoch nachgesehen. Er stellte fest, dass alte Sternwarten oft nicht ausreichend genau waren und er begann Methoden und Instrumente für die Höhenpräzionsmessung der Himmelskörperpositionen zu konstruieren.

 

 

 

 

 

 

Knutstorp, Kupferstich in Abraham Fischer´s Prospecter, 1756, von Gerhard von Burman, 1680

Überlieferungen nach geriet Tycho Brahe während seines Aufenthaltes in Rostock mit einem Kommilitonen in eine Kontroverse in der Frage, wer denn nun der bessere Mathematiker von beiden sei. Es kam zu einem Duell, in dessen Verlauf Brahe eine Verletzung davontrug: Von diesem Tag an bedeckte er sein ganzes restliches Leben lang mit einer Platte eine Wunde an seiner Nasenspitze. Diese Platte war aus einer Silber-Kupfer-Legierung hergestellt, um die Hautfarbe zu imitieren.

 

 

 

 

 

Herrevadskloster, Kupferstich in Abraham Fischer´s Prospecter, 1756, von Gerhard von Burman, 1680

1570 kehrte Brahe nach Schonen zurück. Lange Aufenthalte im Herrevadskloster, das sein Onkel mütterlicherseits, Steen Bille, als Lehn erhalten hatte, nützte er zur Einrichtung eines Laboratoriums und zu chemischen Studien. Am 11. November 1572 beobachtete Brahe einen neuen und sehr lichtstarken Stern im Sternbild Cassiopeia. Seine Messungen zeigten, dass es sich tatsächlich um einen entfernten Stern und nicht um ein lokales Phänomen handelte. Diese Beobachtungen erregten große Aufmerksamkeit, da das Firmament als göttlich und perfekt angesehen wurde, aus diesem Grunde durfte es eigentlich keine Veränderungen geben. Brahe observierte die Lichtstärke des Sterns trotz aller Einwände bis zu seiner Verlöschung im Jahre darauf. Er berichtete die Ereignisse in seinem Buch ,,De Nova Stella", durch das er in ganz Europa berühmt wurde.

Dank seiner Bekanntheit wurden Brahe wissenschaftliche Positionen in den verschiedensten Teilen Europas angeboten. Der dänische König überredete ihn, in Dänemark zu bleiben und verlieh ihm die Insel Hven im Öresund zwischen Dänemark und Schonen gelegen, noch dazu Einkommen von einigen Besitztümern. Im Gegenzug sollte Tycho Brahe eine eigene Sternwarte auf Hven bauen und ein ehrgeiziges wissenschaftliches Programm auf der Insel leiten. Vermutlich hat dies Dänemark mehr als fünf Prozent seines Bruttonationalproduktes gekostet, ein Weltrekord, der seit damals steht.

Der dänische Seeverband Öresund, Kupferstich aus den 1580-iger Jahren in Georg Brauns und Franz Hogenbergs "Liber quartus urbium praecipuarum totius mundi"

Trotzdem bildeten sich zwischen Brahe und dem dänischen Königshof Meinungsverschiedenheiten aus und im Jahre 1597 wurde er gezwungen, das Land zu verlassen. Er ging ins Exil nach Prag, und wurde ausersehen, kaiserlicher Astronom von Kaiser Rudolf II. zu werden. Der Kaiser stellte ihm als Wohnung Schloss Benatky zur Verfügung. Brahe hatte seine Druckpresse und seine Instrumente mitgenommen und setzte seine Studien fort. Er wählte Johannes Kepler als Assistent, der im Jahre 1600 nach Benatky kam. Sie hatten weniger als ein Jahr zusammen gearbeitet, als Brahe starb. Kepler stellte später die Beobachtungen seines Lehrmeisters zusammen und zog wissenschaftliche Schlusssätze daraus.

Prag zu Beginn des 17. Jahrhunderts; Detail aus einem Kupferstich von Phillip van der Bosche. Links sieht man die Teynkirche, in der Tycho Brahe begraben liegt.

Tycho Brahe starb am 24. Oktober 1601 an einer Harnblaseninfektion, die er selbst mit einer Medizin zu behandeln versucht haben könnte, die Quecksilber enthielt. Heute ist Ven eine hübsche, sehr lebendige und fremdenverkehrsfreundliche Insel. Die Überreste der Uranienburg, der Gärten, der Sternenburg und das Tycho Brahe-Museum werden jährlich von tausenden Interessierten besucht.

 

Curriculum vitae http://www.rundetaarn.dk/engelsk
/observatorium/life.htm