Plätze mit Verbindungen zu Tycho Brahe

Einige der hier genannten Plätze befinden sich in Privatbesitz, somit sind sie leider nicht nach Wunsch zu besuchen, jedoch bieten einigen Stellen Führungen an. Nehmen Sie bitte mit einem Mitarbeiter von Skånes Touristeninformation - www.landskronaplus.se- Kontakt auf oder suchen Sie auf den speziellen Homepages nach weiteren Informationen.

Knutstorp
Knutstorp liegt zirka 8 Kilometer nordöstlich Svalövs in Schonen. Hier wurde Tycho Brahe im Jahr 1546 geboren. Die Burg bestand aus einem Vierseitenhof, heute finden wir nur noch eine Seite davon vor. 1551wurde sie im nordischen Renaissancestil um-, beziehungsweise wieder aufgebaut. Über dem ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert stammenden Eingang zum Gut befindet sich eine Steintafel, die die Bauherren nennt: Otte Brahe und Beata Bille, Tycho Brahes Eltern. Im wiederaufgebauten ursprünglichen Eingang zum Gut ist ein Stein platziert, den Tycho Brahe gemeinsam mit der Errichtung der Papiermühle auf Ven herstellen ließ. Der Stein kam 1740 nach Knutstorp. 1594 verkaufte Tycho Brahe seinen Anteil an Knutstorp seinem Bruder Steen Brahe. Der letzte des Geschlechts Brahe auf Knutstorp war Steen Brahe der Jüngere. Er besaß das Anwesen bis 1677, bis es von der schwedischen Krone eingezogen wurde.

Tosterup
Schloss Tosterup befindet sich 12 km nordöstlich von Ystad. In der Mitte des 15. Jahrhunderts kam das Gebäude in Besitz der Brahes. Hier wuchs Tycho Brahe bei seinem Onkel väterlicherseits, Jörgen Brahe, und seiner Tante, Inger Oxe, auf. Getrennt von seinen Geschwistern auf Knutstorp war Tycho Brahe das einzige Kind auf Tosterup. Der Oheim, so sagt man, hat seinen Neffen noch als Kleinkind mehr oder minder aus seinem Zuhause gekidnappt. Jörgen Brahe ernannte seinen Neffen zu seinem Erben und ließ ihm eine Universitätsausbildung angedeihen, welche er mit 14 Jahren begann.
Der letzte Brahe auf Tosterup war Jörgen Axelsen Brahe. Als er 1640 starb, kam das Schloss aus dem Besitz der Brahes. Das Gebiet rund um das Schloss ist für die Allgemeinheit geöffnet.
www.algonet.se/~sylve_a/tosterup.htm

Herrevadskloster
Zwischen Klippan und Ljungbyhed an den Söderåsens nördlichen Abhängen liegt Herrevadskloster. Von Beginn an Mönchskloster, später Königsresidenz. Zwischen 1565 und 1585 hatte Steen Bille, Tycho Brahes Onkel mütterlicherseits, Herrevadskloster als Lehn verliehen bekommen. Unter ihm wurde eine Papierfabrik errichtet, die den Quellen nach der Vorläufer von Klippans Papierfabrik sein soll. Auch eine Glashütte entstand. Es war während eines Aufenthaltes im errevadskloster 1572, als Tycho Brahe ,,Den neuen Stern" entdeckte. Zwar gibt es heute nicht mehr viel aus der Zeit Tycho Brahes, aber ein Erinnerungsstein, der von der Entdeckung erzählt, wurde 1947 aufgestellt. www.herrevadskloster.se
Benatky nad Jizerou
Als Tycho Brahe 1599 an den kaiserlichen Hof zu Prag gerufen wurde, bot ihm Rudolf II. die Wahl zwischen drei verschiedenen Schlössern an, um eine ,,neue Uranienburg“ zu schaffen. Schloss Benatky, hoch auf einer Klippe mit Blick über den weiten Horizont, schien dem Astronomen und Wissenschaftler am besten geeignet. Noch im Sommer ließen er und seine Familie sich in den Gemäuern nieder und mehr oder minder sofort begannen die nötigen Umbauten.
Zu Beginn des Jahres 1600 trafen Brahe und Johannes Kepler aufeinander.
Der Kaiser, der Brahe in seinem nächsten Umfeld zu haben wünschte, rief ihn nach einem Jahr auf Benatky zurück an den Hof nach Prag. Heute dient das Schloss als Heimatmuseum für die Region Benatky nad Jizerou, zwei Räume beherbergen eine Ausstellung über Tycho Brahe.

Ven
Zur Insel Ven nimmt man das Boot von Landskrona abgehend. www.ventrafiken.se
Tycho Brahe arbeitete von 1576-1597 auf Ven. Unter ihm wurde das Eiland in nur wenigen Jahren zum Zentrum für naturwissenschaftliche Forschung. Mitten auf Vens höchstem Punkt liegen die Wirkungsstätten Tycho Brahes: Die Uranienburg und die Sternenburg. Die Gartenanlage der Uranienburg ist eine Teilkonstruktion, erarbeitet durch ein Forschungsprojekt, welches den Ursprung der Bepflanzung verschiedenster Arten in der Anlage des 16. Jahrhunderts zu dokumentieren sucht. Der Park ist das ganze Jahr über für die Allgemeinheit geöffnet.
Saint Ibb’s Church
Diese schön gelegene Kirche wurde im 13. und im 15. Jahrhundert errichtet. Der Schutzpatron der Kirche, Sankt Ibb, ist vermutlich identisch mit Sankt Jakob, dem Apostel Jakob dem Jüngeren, seines Zeichens Schutzpatron der Kaufleute.
Die Altartafeln der Kirche sind ein Geschenk Tycho Brahes und von Tobias Gemberlin 1578 gemalt.
Unter den Psalmtafeln findet sich in den Eichenbänken das Wappen Brahes. Zur Erinnerung an Tycho Brahes Geburt wurden 1846 eine Reihe von Festlichkeiten auf Ven angeordnet. Im Zusammenhang damit schenkte die Skandinavische Gesellschaft in Kopenhagen den Bewohnern Vens ein Porträt Tycho Brahes.

Der Runde Turm
Der Runde Turm in der Koebmagergade 52A in Kopenhagen ist Europas ältestes bewahrtes astronomisches Observatorium. Es wurde von 1637-1642 im Auftrag König Christians IV. erbaut. Der Turm war Bestandteil einer weitläufigen Anlage mit Sternwarte, Bibliothek und Kirche für Studenten der Universität. Es war Christen Sorensen Longomontanus, ein Schüler Tycho Brahes, der das Observatorium gestaltete. Als Vorbild diente ihm die Sternenburg auf Ven, und die Instrumente, die aufgestellt wurden, waren in etwa die gleichen. Bis 1861 diente der Gebäudekomplex der Universität Kopenhagen als wissenschaftliches Observatorium
Heute ist es jedermann möglich zu kommen und mittels Teleskope den Sternenhimmel zu studieren. www.rundetaarn.dk/engelsk/frames.htm

Tycho Brahe Planetarium
Das Tycho Brahe-Planetarium am Gl. Kongevej 10 in Kopenhagen wurde 1989 eröffnet und fungiert als Dänemarks Zentrum für astronomische Information und Raumfahrt. Hier befindet sich ein Planetarium mit sowohl historischer als auch aktueller Ausstellung sowie ein Omnimaxtheater mit 272 Sitzplätzen, in dem man Filme und Sternvorstellungen zeigt. www.tycho.dk

Kirche von Väsby
Tycho Brahe besaß ein Haus in Tågalycka, ein Stück von Väsby entfernt, ein Ort, einige Kilometer nördlich von Höganäs gelegen. Die Kirche von Väsby stammt mit ihren ältesten Teilen aus dem 13. Jahrhundert. Im südlichen Chor hängt eine Messingplatte mit eingraviertem Erinnerungsvers, die einst auf Tycho Brahes Sohn Claudius´ Grabstein saß; vielleicht führte sogar Brahe selbst die Arbeit aus.
Zur Erinnerung (geweiht)
Hier ruht friedlich, in seinem kleinen Sarg, Claudius,
Der im Leben keine Ruhe fand im ganzen Weltenkreis
Einmal ließ ihn die Natur auf Erden auftreten und
erlaubte ihm hier zu verweilen
nur ganze sechs Tage, bis er im Säuglingsalter frei von
irdischen Verfehlungen, ohne erschwerende Last (Bürde)
fuhr gen Himmel, wo er nun anstatt für kurz gemessene Zeit
ein Teil des Zeitlaufs der Ewigkeiten ist
und jubelnd im Besitz ungestörten Friedens.
Verstarb in der Zeit des Herrn im Jahr 1577, den 7. Januar, geboren den 2. des selben Monats
Durch unsere Geburt beginnt unser Sterben. Durch unser Sterben werden wir geboren.
Für seinen kleinen geliebten (natürlichen) Sohn Claudius,
Den er nie sah,
Errichtete Tycho Brahe diesen Stein zur Erinnerung an seine
Plötzliche Abberufung in die Ewigkeit.

Kågeröds Kirche
Etwa 20 Kilometer nordöstlich von Landskrona liegt die Kirche von Kågeröd. Sie wurde in drei Etappen erbaut, der älteste Teil ist aus dem späten 1200-Jahrhundert oder frühem 1300-Jahrhundert.
In der Sakristei befindet sich der Grabstein für Otto Brahe und Beata Bille, Tycho Brahes Eltern.
Hier kann man ebenfalls einen Grabstein für Niels Hansen besichtigen, mit folgender Inschrift:
Anno 1580, den 4. Tag Martinus verstarb Niels Hansen, der selig war Herrn Hans Niels Sohn auf der Insel Ven Selig Gott hoffend.
Eine Theorie geht davon aus, dass Niels Hansen Kristines Bruder war, Tycho Brahes Ehefrau, und dass es Tycho Brahe war, der ihn in Kågeröd bestatten ließ. Herr Hans Niels war höchstwahrscheinlich Pastor auf Ven.
Getreu dieser Theorie wäre somit Brahes Ehefrau die Tochter des Pastors auf Ven gewesen und hätte Kristine Hansdatter geheißen. Nach anderen Forschungen stammte sie aus dem Gebiet um Kågeröd und hieß Kristine (Kirstine, Kirsten) Jörgensdatter.
Weiter unten an der südlichen Kirchenmauer hängt ein Epitaph über Tycho Brahes Eltern, Otto Brahe und Beata Bille samt ihren zehn Kindern.

The Trolleholm Castle
Zirka 30 Kilometer östlich von Landskrona liegt Schloss Trolleholm.
Im Lauf der Geschichte besaß das Schloss drei Namen: Im Mittelalter Kattisnabbe, während der Renaissance Ericsholm und im 18. Jahrhundert Trolleholm. Durch ihre Heirat mit Otto Thott lebte und wirkte hier Sophie, Tycho Brahes Schwester.
Im Anschluss an Ericsholm legte sie einen Garten an, der bekannt und berühmt wurde als im Norden einzigartig. Sie züchtete Heilkräuter, die sie wiederum für ihre medizinischen Studien verwendete. In ihrem Arbeitszimmer in einem der Schlosstürme betrieb sie unter anderem Studien in Mathematik, Astrologie und Astronomie.
Trolleholm ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich www.algonet.se/~sylve_a/trollehm.htm

Grabkapelle von Torrlösa
Ungefähr 25 Kilometer östlich Landskronas liegt Torrlösa. Auf der anderen Seite des Weges zur heutigen Kirche von Torrlösa ist der Gedenkstein an Tycho Brahes Schwester, Sophie Brahe, aufgestellt, 1914 von Gustav Trolle Bonde gespendet. Sophie Brahe starb in Helsingborg; einige Jahre später wurde ihr Leichnam in die alte Grabkapelle der Thotts überführt, die sich neben der damaligen Kirche von Torrlösa befand. Die Kapelle wurde 1862 zerstört, die Epitaphen zerteilt und die Särge zerschlagen. Die Reste begrub man später an der Stelle, an der einst die Kapelle gestanden hatte. |