Der Renaissancepark der Tycho Brahe Pflanzenverzeichnis

Um das Schloss ließ Tycho Brahe einen wunderbaren Renaissancepark anlegen, der nach außen hin von bis zu 5 m hohen Mauern umringt war. Die Anlage war quadratisch und in jeder Ecke, an der die Mauern aufeinander trafen, stand ein kleines Torhaus und von diesen Häuschen liefen Gänge in nord-südlicher und ost-westlicher Richtung zum Schloss. Das Schloss selbst lag auf einer kreisförmigen Gartenterrasse. Der Park war in vier Abschnitte eingeteilt und zu jedem Viertel gehörten ein Kräutergarten, ein Obstgarten und ein Lusthäuschen.
Der Park war nach streng geometrischen Prinzipien angelegt, als bewusste Widerspiegelung der mathematischen Harmonien des Universums. Die Quadrate symbolisierten die Erde und der Kreis das Firmament. Durch den Zusammenfall dieser Formen veranschaulichte Tycho Brahe, wie Himmel und Erde gegenseitig miteinander verbunden sind. Der Botanische Garten zu Padua, den Tycho Brahe vermutlich während seiner Italienreise 1575 besuchte, gilt als mögliches Vorbild. Außerdem wissen wir, dass Tycho Brahe den Park 1592 nach einem Besuch bei seiner Schwester Sophie auf Schloss Eriksholm (heutiges Trolleholm) umformte.
Welche Pflanzen tatsächlich im Park wuchsen ist bedauerlicherweise nicht bekannt. In einer seiner Schriften erzählt Brahe, dass im Garten 300 Bäume verschiedenster Sorten gepflanzt seien, er erwähnt jedoch nichts über die Sorten an sich. Ob Obstbäume oder Laubbäume, wir wissen es nicht mit voller Gewissheit. Die Auffassung bezüglich Form dagegen führen wir auf Bilder aus Brahes eigenen Büchern oder auf spätere Kupferstiche zurück.
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